Den Haushalt in den Griff bekommen
CDU-Pättkestour drehte sich um Gemeindefinanzen
Über schon erledigte und noch anstehende Baumaßnahmen an den Havixbecker Schulen berichtete Christian Albrecht vor der Grundschule.Rund 30 Mitglieder der CDU und Gäste stiegen wieder zur „kommunalpolitischen Pättkestour“ in die Pedale, um mehr über aktuelle Themen der Gemeinde zu erfahren. Pieperfeld, Habichtsbach und Grundschule waren einige der Stationen auf der von Ratsmitglied Christian Albrecht ausgearbeiteten Route. Eine Frage beschäftigte die Radler an jeder der Stationen: Wie kann Havixbeck mit der prekären Haushaltslage umgehen?
„Wir sind als CDU gewählt worden, um den Haushalt in den Griff zu bekommen“, betonte der Fraktionsvorsitzende Thorsten Webering und ergänzte: „Das wird schmerzhaft.“ Um nicht in ein Haushaltssicherungskonzept zu rutschen und dadurch Handlungsfähigkeit zu verlieren, müssten Ausgaben gesenkt und Einnahmen erhöht werden. „Die Grundsteuer hat die Gemeinde schon erhöht, aber das wird nicht reichen.“
Investiert werden muss in die Schulen. Das Grundschuldach wurde für drei Millionen Euro erneuert, nun folgen Arbeiten im Innern. Die Zweifach-Turnhalle wird renoviert, was dank Förderung günstiger als ein Abriss wird. Auch im Hallenbad, in der AFG und der Mensa stehen Arbeiten an.
Erneuert wurden auch zwei marode Brücken am Pieperfeld, zwei weitere folgen. „Betonfundamente führen zwar zu höheren Kosten, dafür halten die neuen Brücken länger und sind stabiler bei Überschwemmungen“, erklärte CDU-Ratsmitglied Andreas Kleefisch. Einnahmen generiert die Gemeinde im Habichtsbach. Dort werden vier Grundstücke mit Mehrfamilienhäusern bebaut, zwei davon durch Investoren, außerdem zwei über die Genossenschaft IstaG, an der die Gemeinde beteiligt ist. „Das schafft günstigen Wohnraum, nach dem auch viele örtliche Firmen für ihre Mitarbeiter gefragt haben.“
Etwa 140.000 Euro soll der Verkauf eines Grundstücks im Habichtsbach III in die Gemeindekasse spülen, auf dem ursprünglich ein Spielplatz vorgesehen war. Dieser soll nun laut Ratsbeschluss verlegt werden. Bei einem Ortstermin am Samstag sprachen CDU-Ratsmitglieder darüber mit Bürgerinnen und Bürgern. Gekommen waren dazu Anliegerinnen und Anlieger des neuen Standorts am Plaggenesch. Sie zeigten sich skeptisch, ob überhaupt Bedarf bestehe, und regten an, Grünflächen frei zu lassen, die von älteren Kindern genutzt würden.